PHILOSOPHIE

Im Laufe des Lebens gibt es vielfältige Lebensereignisse bzw. Schwellensituationen, die den Menschen dazu herausfordern, den bisherigen Umgang mit sich und der Umwelt zu hinterfragen. Gerne bin ich bereit, Sie bei dieser Neuorientierung, eine Krise auch als Chance zu begreifen, zu begleiten.

 

Auch deshalb habe ich mich auf die Fokaltherapie, die die "klassische Form" (Faber und Haarstrick, 1989) der analytischen Kurztherapie darstellt, spezialisiert.

Eine psychoanalytische Kurztherapie ist ein eigenständiges Verfahren mit klar definierten Anwendungs-, Ziel- und Ausführungskriterien.

 

Das Ziel aller Kurztherapien ist, dem Patienten die Überwindung seiner aktuellen Problematik zu ermöglichen.

 

 Im Gegensatz dazu verfolgen längerfristige  Therapien oft viel weitergehende Ziele (zum Beispiel Bearbeitung der Persönlichkeitsstruktur).

 

Die Fokaltherapie mit höchstens 30 Behandlungsstunden gilt als "das technisch am besten ausgearbeitete psychoanalytische Kurzverfahren" (Leuzinger-Bohleber, 1985), vor allem, da die Methodik des fokussierenden Arbeitens laufend weiter entwickelt wurde (Klüwer, 1978; Lachauer, 1992).

Dieses Verfahren will fokussiert auf den zentralen aktuellen Konfliktbereich, wie mit einem Scheinwerfer, in die Tiefe dringen und auch vorbewusste und unbewusste Dimensionen dieser Konflikte mit psychoanalytischen Mitteln beleuchten. Die zeitliche Begrenzung erfordert zwar eine "horizontale Einschränkung" der Breite möglicher Konflikte des Patienten auf einen ausgewählten, "fokussierten" Konflikt. Im vertikalen Bereich aber liegt keine Einschränkung vor: dort soll nicht an der Oberfläche, an der Eisbergspitze der Probleme verharrt werden. Die Hypothese hierbei ist, dass solch eine tiefe, fokale psychoanalytische Bearbeitung eines Konfliktbereichs eine weitergehende Veränderung der psychischen Strukturen der Patienten bewirken kann. Somit kann die vermehrte Tiefeneinsicht des Patienten auch in andere Konfliktbereiche diffundieren. Wie im systemtheoretischen Denken kommt es zu einer Veränderung des ganzen Systems, wenn ein Teilsystem eine Modifikation erfährt.

- Technik der Kurztherapie -

Erkennen des aktuellen Hauptproblems

Der Therapeut muss das dem Patienten bewußte Hauptproblem erkennen, das die akute Symptomatik der Erkrankung auslöste.

Einigung über das Therapieziel

Weiters muss mit dem Patienten eine Einigung über das Ziel der Therapie und über die Kriterien des Ziels hergestellt werden.

Erarbeiten des Fokus

Der Fokus ergibt sich durch Integration des bewußten Hauptproblems und dessen unbewußter Hintergründe zu einem plausiblen Sinnzusammenhang, der nun als "Fokalsatz" (Lachauer, 2012) ausformuliert wird. Seine Erarbeitung setzt das Erlernen einer spezifischen Methodik voraus und erfordert laufende Übung.

Mit dem Fokus verfügt der Therapeut über ein Instrument, das ihm in den unterschiedlichsten Situationen mit dem Patienten innere Orientierung ermöglicht und ihn bei der Auswahl geeigneter therapeutischer Interventionen unterstützt.

 

 

 

Durch die Weiterentwicklung der Methodik ermöglicht die Integration systemischer und lösungsorientierter Elemente in die psychoanalytische Methode (Fürstenau, 1992) in der Praxis ein bifokales Arbeiten, wobei der psychoanalytische Fokus auf die Aufarbeitung der Pathologie und der systemische Fokus auf die Stimulation und Weiterentwicklung der gesunden Persönlichkeitsanteile durch explizite Ressourcenförderung zielt (de Shazer, 1989; Insoo Kim Berg et al., 1993).

Thomas Schneider München Psychoanalyse Kurztherapie

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