TRAUMA - BESCHREIBUNG

Es gibt Bilder, die selbst dann Entsetzen und Betroffenheit auslösen, wenn man sie lediglich aus der Distanz - etwa im Fernsehen - miterlebt: Menschen, die bei einem Erdbeben zahlreiche Angehörige oder Freunde verlieren, Terrorangriffe mit vielen Verletzten und Toten oder ein schwerer Verkehrsunfall. Ist jemand selbst von solchen Ereignissen betroffen oder muss mit ansehen, wie andere Menschen verletzt oder getötet werden, bricht für ihn plötzlich eine Welt zusammen. Es ist nicht verwunderlich, dass solche Ereignisse  zu besonderen psychischen Reaktionen führen: Zu Hilflosigkeit, Verzweiflung, extremer Angst, aber auch einem Gefühl der Betäubung oder einer eingeschränkten Wahrnehmung der Umgebung.

All diese Reaktionen können als ein Versuch des Organismus verstanden werden, mit der extremen, vielleicht lebensbedrohenden Situation irgendwie zurechtzukommen. Halten die psychischen Veränderungen jedoch über längere Zeit an, können sie zu ausgeprägtem Leiden und starken Beeinträchtigungen führen. Dann ist eine frühzeitige Behandlung bei einem Spezialisten für Trauma und PTBS sehr zu empfehlen.

Was ist ein (psychisches) Trauma ?

Der Begriff "Trauma" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Verletzung". Unter einem psychischen Trauma versteht man eine seelische Verletzung oder eine starke psychische Erschütterung, die durch eine seelische Verletzung ausgelöst wird. Hierzu gehören zum Beispiel Naturkatastrophen, schwere Unfälle, Vergewaltigungen, Terroranschläge, Kriegserlebnisse oder Entführungen. Diese Ereignisse können extremen Stress und Gefühle der Hilflosigkeit und des Entsetzens auslösen. Die kann der Fall sein, wenn jemand selbst von dem Ereignis betroffen ist oder wenn er - zum Beispiel als Augenzeuge - miterlebt, wie andere Opfer dieses Ereignisses werden.

Akute Belastungsreaktion (ABR) und Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

In der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) werden zwei psychische Störungen aufgeführt, die als Reaktion auf ein außergewöhnlich belastendes Lebensereignis auftreten können: die Akute Belastungsreaktion und die Posttraumatische Belastungsstörung. Kenntzeichnend ist, dass beide Störungen direkte Folge eines Traumas sind - ohne dieses Ereignis wären sie nicht entstanden.

Wie äußert sich eine Akute Belastungsreaktion (ABR) ?

Häufige Auslöser einer ABR sind körperliche oder psychische Gewalt, zum Beispiel Unfälle oder Gewalterfahrungen - jedoch auch Verlustsituationen, etwa der Tod eines Angehörigen. Sie beginnt unmittelbar nach dem belastenden Ereignis und dauert häufig lediglich einige Stunden oder Tage, manchmal aber auch Wochen an.

Eine Akute Belastungsreaktion kann als Reaktion auf eine extreme psychische oder körperliche Belastung auftreten. Sie ist keine psychische Erkrankung, sondern eine normale Reaktion auf eine außergewöhnlich belastende Erfahrung.

Dabei treten Symptome auf, die sich häufig im Lauf der Zeit verändern. Zu Beginn sind die Betroffenen meist wie betäubt, sind in ihrer Aufmerksamkeit und ihrem Bewusstsein eingeschränkt und können neue Reize nicht verarbeiten. Außerdem erleben sie häufig dissoziative Symptome, etwa das Gefühl, nicht sie selbst zu sein (Depersonalisation) oder das Gefühl, die Welt wie von fern zu erleben (Derealisation). Viele leiden unter starken Gefühlsschwankungen, bei denen sich starke Trauer, Wut und ein Gefühl der Gleichgültigkeit abwechseln.

Charakteristisch sind im Weiteren starke körperliche Anzeichen von Stress oder starker Angst, wie Herzrasen, Schwitzen oder Übelkeit. In der folgenden Phase ziehen sich einige stark zurück, während andere sehr unruhig und ungewöhnlich aktiv sind. Es kommt auch vor, dass sich die Betroffenen an die Zeit während und kurz nach dem Trauma nicht oder nur noch teilweise erinnern.

Nach einem Trauma muss das Ereignis irgendwie psychisch verarbeitet werden. Hierbei kann es sein, dass die Betroffenen die Geschehenisse in Form von Alpträumen oder intensiven, sich aufdrängenden Erinnerungen (Flashbacks) wiedererleben. Einige fangen an, Situationen oder Aktivitäten zu vermeiden, die sie mit dem Ereignis in Verbindung bringen. Es kann zu einer emotionalen Abstumpfung und eingeschränkten Empfindungsfähigkeit  kommen, jedoch auch zu einer hohen körperlichen Erregung, die zu Schlafstörungen, Reizbarkeit oder erhöhter Schreckhaftigkeit führen kann.

Bei den meisten Menschen gehen die Symptome einer Akuten Belastungsreaktion rasch zurück und verschwinden schließlich ganz wieder. Bei einigen halten sie allerdings über längere Zeit an und können zu ausgeprägten psychischen Beeinträchtigungen führen. Bestehen die Symptome länger als einen Monat, können sie in eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) übergehen. Die Symptome bzw. die Ursachen der PTBS werden in den folgenden Unterpunkten näher erläutert.

Trauma Beschreibung

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