DEPRESSION - SELBSTHILFE

Im Laufe einer Psychotherapie lernen depressive Patienten, wie sie Belastungen abbauen und die Wahrscheinlichkeit negativer Stimmung verringern können.

Ähnliche Strategien können auch dazu beitragen, einer depressiven Erkrankung vorzubeugen.

Anregungen zur Vorbeugung einer Depression

Belastungen im Leben, die oft eine Depression auslösen, lassen sich nicht einfach "ausschalten". Versuchen Sie allerdings, einen Ausgleich zu schaffen oder Wege zu finden, wie Sie mit einer Belastung besser umgehen können.

Planen Sie zum Beispiel regelmäßig positive und angenehme Aktivitäten in ihren Tagesablauf ein. Gehen Sie regelmäßig Ihren Hobbies nach und gönnen Sie sich nach anstrengenden Tätigkeiten auch eine Belohnung.

Versuchen Sie, auch in schwierigen Phasen die positiven Aspekte des Lebens und Ihre eigenen Stärken nicht aus den Augen zu verlieren. Erkennen Sie Ihre eigenen (auch kleinen) Erfolge an und seien Sie stolz darauf.

Ein stabiles, unterstützendes soziales Netzwerk kann vor Depressionen schützen.Halten Sie deshalb regelmäßig Kontakt zu Freunden und Bekannen und sprechen Sie bei Schwierigkeiten und Belastungen mit einem Menschen Ihres Vertrauens.

Achten Sie auf regelmäßige Bewegung. Studien haben ergeben, dass Sport die Ausschüttung von Substanzen fördert, die sich positiv auf die Stimmung auswirken und das Selbstwertgefühl stärken. Die sportliche Aktivität sollte regelmäßig 3 - 4 Mal pro Woche für 30 bis 60 Minuten durchgeführt werden.

Lernen Sie, auf Ihre Bedürfnisse zu achten und sich vor Überforderung zu schützen, indem Sie auch hin und wieder "Nein" sagen.

Hält die niedergeschlagene Stimmung oder Antriebslosigkeit jedoch an, suchen Sie einen Psychotherapeuten auf.

Anregungen für Angehörige von depressiven Menschen

Für Angehörige ist es häufig nicht leicht, mit einem depressiven Familienmitglied zu leben. Viele wissen nicht, wie sie mit dem Betroffenen am besten umgehen sollen, fühlen sich hilflos, ärgern sich vielleicht über den Erkrankten oder fragen sich, was sie selbst denn falsch gemacht haben. Dauert die Depression längere Zeit an, fühlen sich viele Angehörige übelastet oder völlig erschöpft - denn sie müssen nun viele Aufgaben übernehmen, die früher der Patient selbst erledigt hat.

Folgende Ratschläge können helfen, mit der Depression eines Angehörigen besser umzugehen:

Akzeptieren Sie, dass Ihr Angehöriger krank ist. Eine Depression ist kein Zeichen von Willensstärke - sie kann jedoch durch konsequente Behandlung geheilt werden.

Versuchen Sie nicht, ihrem Angehörigen gut zuzureden - zum Beispiel mit Sätzen wie: "Das wird schon wieder" oder "Reiß Dich doch zusammen". Solche Aufforderungen führen eher dazu, dass der Betroffene sich noch schlechter fühlt.

Bringen Sie Geduld auf. Viele Depressive ziehen sich zurück, sind weniger unternehmungslustig, klagen sehr viel und sehen keine Hoffnung mehr für sich. In diesen Situationen benötigen Angehörige viel Geduld. Es macht keinen Sinn, mit dem Betroffenen zu streiten, ob seine Sichtweise gerechtfertigt ist. Machen Sie ihm stattdessen klar, dass er unter einer Erkrankung leidet, die behandelbar ist und mit der Zeit wieder vergeht.

Versuchen Sie, den Erkrankten zu motivieren. Unterstützen Sie ihn, wenn er Eigeninitiative zeigt - zum Beispiel zu ersten eigenen Schritten, die ihn aus der Depression herausführen. Setzen Sie ihn dabei jedoch nicht unter Druck und überfordern Sie ihn nicht.

Achten Sie auf sich selbst, anstatt sich für Ihren Angehörigen aufzuopfern. Wenn ein Familienmitglied längere Zeit depressiv ist, ist dies für nahestehende Menschen sehr anstrengend. Nehmen Sie sich daher auch mal Zeit für sich. Tun Sie sich etwas Gutes und gehen Sie weiterhin auch Ihren eigenen Interessen nach. Halten Sie den Kontakt mit Freunden und Bekannten und bauen Sie sich ein Netzwerk auf, das Ihren depressiven Angehörigen unterstützt.

Lassen Sie Ihre Gefühle zu. Häufig erleben Angehörige Gefühle der Wut, der Trauer, der Hilflosigkeit oder der Verzweiflung. Leugnen Sie diese Gefühle nicht, sondern gestehen Sie sich ein, dass sie sich so fühlen. Häufig ist es hilfreich, mit einem nahestehenden Menschen oder in einer Angehörigengruppe über seine Gefühle zu sprechen.

Depression Selbsttest Selbsthilfe

KONTAKT


Psychotherapeutische Praxis Schneider

Bonner Platz 1

80803 München - Schwabing

> Kontakt

Psychotherapie Schneider München Schwabing

ANFAHRT


direkt an der U-Bahn-Haltestelle

Bonner Platz (U 3)

Aufgang B: Bonner Str. / Klinikum Schwabing

> Karte