BURNOUT - SELBSTHILFE

Sagen Sie dem Burnout den Kampf an - 11 Tipps zur Unterstützung im Alltag

  • In Bewegung bleiben
    Die moderne Dienstleistungsgesellschaft bringt für Menschen "unnatürliche" Verhältnisse mit sich. Sitzende Tätigkeiten brauchen ein Gegengewicht. Für den Anfang reichen pro Woche zwei bis drei Mal eine halbe Stunde Bewegung. Ob Sie lieber spazieren gehen oder Fahrrad fahren, Walken, Joggen oder Federball spielen, ist Ihnen überlassen. Bitte verzichten Sie hierbei auf Leistungsvorgaben oder Zeitkorsette. Des Weiteren können Sie tägliche Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternehmen sowie hin und wieder auf Auto oder öffentliche Verkehrsmittel verzichten.
  • Kleine Rückzugsinseln schaffen
    Mittlerweile ist es "Standard", mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Gönnen Sie sich 15 bis 30 Minuten, um sich zu entspannen. Ihre Lieblingsmusik hören, einen Sonnenaufgang beobachten, ein Getränk in der Sonne genießen oder auch ein kleines Schläfchen einzulegen, sind einfach zu realisierende Möglichkeiten.
  • Schlaf wirkt Wunder
    Wer tagsüber belastbar sein möchte, benötigt ausreichend Schlaf. Schenken Sie sich nachts eine halbe bis ganze  Stunde mehr Schlaf, als sie sonst in Ihrem Tagesablauf einplanen. Selbst wenn Sie der Ansicht sind, nicht mehr zu brauchen, probieren Sie es für einige Wochen aus, damit der Körper seinen Schlafrhythmus umstellen kann.
    Wer tagsüber die Möglichkeit hat, kann sich ein "Powerschläfchen" erlauben. Ungefähr 10 bis 20 Minuten Entspannung auf dem Sofa oder auf einem bequemen Stuhl helfen dem Körper, zwischendrin "Luft zu holen" und nach dem Essen die Müdigkeit der ersten Verdauungsphase zu überbrücken.
    Verzichten Sie vor dem Nachtschlaf auf Actionfilme und Krimis und lesen stattdessen leichte Lektüre. Wenn es das Wetter erlaubt, können Sie auch einen kleinen Abendspaziergang vor dem Zubettgehen machen. Alkohol und schweres Essen am Abend reduzieren die Schlafqualität. Legen Sie Ihre Essenszeiten etwas vor, der Effekt wird spürbar sein.
  • Bewusste Ernährung
    Selbst wenn Sie kein Müsli- oder Rohkostfan sind, lässt sich die Ernährung etwas bewusster gestalten. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen, setzen Sie sich hierzu bewusst und verzichten auf "Snacks unterwegs". Ihr Magen wird sich über zerkleinertes Essen freuen und Ihnen damit danken, dass Übersäuerungen aufgrund von zu großen Happen zurückgehen.
    Wenn Ihnen Tischdekorationen gefallen, verhilft ein schön gedeckter Tisch ganz von alleine zu einem größeren Genuss des Essens.
  • Gemeinsame Zeiten mit dem Partner
    Wenn Sie das Gefühl haben, mit dem Partner selbst am Wochenende oder abends nie gemeinsame Zeiten mit "Genussfaktor" zu erleben, gönnen Sie sich einen Termin zu zweit. Am besten ist ein fester Abend in der Woche oder auch "der Samstagnachmittag", den Sie dem Partner widmen. Wenn Sie Schichtdienst haben, können Sie den Termin variabel immer am Wochenende zuvor ausmachen.
    Rituale helfen hierbei - wenn es Sie entspannt, gemeinsam zu kochen und im Anschluss zu genießen, wählen Sie diese Variante. Oder spielen Sie gerne Gesellschaftsspiele? Sprechen Sie über emotionale und persönliche Themen, die im organisatorischen Alltag untergehen.
  • Ein Tag pro Woche ohne Arbeit
    Trotzdem der Terminkalender voll ist oder die Familie und Freunde sich beschweren, dass man sich zu selten sieht: sorgen Sie dafür, dass ein Tag in der Woche frei von Arbeit, Computer, größeren Putzaktionen und Verpflichtungen ist. Der Effekt ist spürbar, da sich Ihr Energieniveau für einen Tag senkt und die Erholung eintreten kann.
  • Berührungen auskosten
    Frisch Verliebte werden gerne beobachtet - sie hängen aneinander und tauschen oft Zärtlichkeiten aus. Kehren Sie zurück "zur ersten Liebe" und gönnen Sie sich Zeit und den beruhigenden Effekt von Berührungen. Zärtlichkeiten, Massagen oder eine längere Umarmung führen zu Nähe und Ruhe.
  • Spaß haben
    Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Leben zu wenig Freude in sich birgt, treffen Sie sich mit Personen, mit denen Sie sich wohl fühlen, und genießen ungeniert spaßige Gespräche ohne tiefer gehenden Sinn. Oder gehen Sie an Orte wie zum Beispiel zum Improvisationstheater, ins Kino in einen lustigen Film oder ins Kabarett, um unbeschwert und viel zu lachen. Denn Lachen baut Stress ab, stärkt Ihr Immunsystem und stabilisiert Ihren Blutdruck.
  • Ständige Erreichbarkeit mindern
    In Zeiten von etlichen Kommunikationskanälen kommt leichter Stress auf. Erlauben Sie sich, wo beruflich möglich, Handy-freie Zeiten oder lassen Sie am Wochenende bewusst den PC für einen Tag aus. Schalten Sie nachts das Telefon leise und das Handy aus und nehmen es nicht mit in das Schlafzimmer.
  • Tipps für den Arbeitsalltag im Büro
    Wenn Sie wahrnehmen, dass Sie überlastet sind, nehmen Sie sich Ihren Terminkalender vor. Legen Sie bewusste Mittagspausen, planen Sie Zeiten für das Tagesgeschäft ein und bestimmen Sie "Postzeiten" für Ihre Korrespondenz und Emails.
    Sollten Sie Abendtermine haben, halten Sie sich pro Woche einen bis zwei Abende für sich bzw. Ihren Partner privat frei. Reduzieren Sie ggf. ehrenamtliche Verpflichtungen für einige Zeit oder lösen sich von Ämtern.
    Bei Tagungen oder Geschäftsterminen nutzen Sie Pausen für sich anstatt sie den Emails oder dem Handy zu widmen. Pausen sind wirklich Pausen!
  • Entspannungstechnik
    Eine Entspannungstechnik ist auch ein Mittel der Wahl, um regelmäßig zur Ruhe zu kommen. Hierdurch wird die bestehende Anspannung abgebaut. Ein weiterer Effekt ist, dass man unempfindlicher wird gegen den Alltagsstress oder Situationen, welche einen aufregen würden.
    Die Auswahl an Techniken umfasst u.a. Yoga, autogenes Training oder Atemtechniken. Achten Sie bei der Wahl einer Entspannungstechnik auch darauf, dass sie zu Ihrem Typ und Ihren Bedürfnissen passt.
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