ANGST - SELBSTHILFE

Reagieren Sie beim Auftreten von Ängsten frühzeitig !

Vielleicht bemerken Sie bei sich selbst Ängste, die Sie eigentlich selbst für übertrieben oder unsinnig halten. Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie plötzlich Orte oder Situationen vermeiden, die an sich nicht gefährlich sind und die Ihnen früher nichts ausgemacht haben.

Wenn die Ängste nicht zu stark ausgeprägt sind, sollten Sie die angstauslösenden Orte oder Situationen ganz bewußt immer wieder erneut aufsuchen - Sie sollten sich also Ihrer Angst stellen. Hierbei sollten Sie sich so lange in der Situation aufhalten, bis die Angst von alleine deutlich abgenommen hat. Auf alles, was Ihnen in der Situation Sicherheit vermitteln könnte (zum Beispiel ein Talisman, eine vertraute Person) sollten Sie bei diesen Übungen verzichten. Durch die "Konfontation" mit den angstbesetzten Situationen oder Reizen können Sie die Erfahrung machen, dass tatsächlich nichts Schlimmes passiert. Hierdurch sollte die Angst mit der Zeit ganz oder fast vollständig verschwinden.

 

Wenn Sie zum Beispiel Angst vor Hunden haben, sollten Sie sich bewusst in der Nähe von Hunden aufhalten und selbige auch anfassen oder füttern. Wenn Sie ein Unbehagen in der U-Bahn spüren, sollten Sie bewusst längere Strecken mit der U-Bahn fahren und auch dann nicht aussteigen, wenn Sie Angst verspüren und am liebsten flüchten würden. Und wenn Sie vor Vorträgen oder einem öffentlichen Auftritt großes "Lampenfieber" haben, sollten Sie sich immer wieder in diese Situationen begeben, sie als Herausforderung sehen und so lange üben, bis Ihnen der Vortrag oder Auftritt leicht fällt und vielleicht sogar Spaß macht.

Jedoch sollten Sie nicht zögern, Unterstützung zu suchen, wenn Sie feststellen, dass Sie die Ängste nicht alleine in den Griff bekommen. Es gibt eine Reihe gut überprüfter Therapieansätze, mit denen sich verschiedene Arten von Ängsten meist gut behandeln lassen.

Erste Selbsthilfe bei Angststörungen: Entspannungsverfahren und Sport

Entspannungsverfahren sind vor allem für die Veränderung der starken körperlichen Anspannungen bei Ängsten bedeutsam. Durch eine geringere Anspannung gehen auch die körperlichen Symptome der Angst wie Unruhe, Herzklopfen oder Druck auf der Brust deutlich zurück. Zu den wichtigsten Entspannungsverfahren gehören die progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobson und das autogene Training.

Bei der progressiven Muskelrelaxation (PMR) sollen die Muskeln des Körpers in einer festgelegten Reihenfolge zunächst kurz angespannt und anschließend entspannt werden. Zu Beginn sollte man regelmäßig etwa eine Stunde lang üben, mit der Zeit kann die Entspannung dann meist nach immer kürzerer Zeit herbeigeführt werden.

 

Beim autogenen Training  werden Körperübungen und bildliche Vorstellungen eingesetzt, um einen entspannten Zustand herbeizuführen. So geht es in den Übungen zum Beispiel darum, ein Gefühl von Schwere oder Wärme im Körper zu erzeugen oder die Atmung und den Herzschlag bewusst zu regulieren.

Auch Sport kann eine hilfreiche Maßnahme darstellen, um Angst und Anspannung zu reduzieren. So haben Untersuchungen gezeigt, dass schon 30 Minuten Sport am Tag zu einer deutlichen Verminderung der Angstsymptome führen. Ein Problem dabei ist oft, dass gerade Menschen mit Angst körperliche Anstrengungen meiden, weil diese zu gefürchteten körperlichen Veränderungen wie Herzrasen führen können. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Patienten mit Ängsten diese Hemmschwelle überwinden.

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