WAS PASSIERT IN EINER PSYCHOTHERAPIE?

Die Aufgabe von Psychotherapeuten ist, seelische Krankheiten zu diagnostizieren und zu behandeln.

Psychotherapeuten besprechen mit Ihnen z.B. aktuelle psychische Beschwerden; sie helfen Ihnen, sich an vergangene schmerzliche Erlebnisse zu erinnern und diese zu verarbeiten; sie klären mit Ihnen konfliktreiche Beziehungen und überlegen mit Ihnen gemeinsam, wie Sie sich in belastenden Situationen anders verhalten können.

 

Psychotherapeuten arbeiten auf zwei Ebenen:

  • zum einen mittels der therapeutischen Beziehung, die im Laufe der Behandlung entsteht,
  • zum anderen mittels Reflexionstechniken und praktischer Übungen, die Sie in der Therapie lernen.

Der Psychotherapeut vereinbart mit Ihnen einen Erstgesprächstermin, bei dem er sich 50 Minuten Zeit für Sie nimmt. Die ersten Gespräche dienen dem gegenseitigen Kennenlernen und der Abklärung, ob Sie eine behandlungsbedürftige Krankheit haben.

 

Der Psychotherapeut fragt Sie, welche psychischen Beschwerden Sie haben, wie lange Sie diese Beschwerden bereits haben, wie diese sich in Ihrem Alltag bemerkbar machen und was Sie bisher unternommen haben, um wieder besser zurecht zu kommen. Er fragt Sie im Weiteren, warum Sie eine Psychotherapie möchten und was Sie von der Behandlung erwarten. Er fragt dies, um Ihre Motive und Erwartungen besser zu verstehen und prüfen zu können, ob er Ihnen wirklich helfen kann.

Mit das Wichtigste an den ersten Gesprächen ist, dass Sie sich einen Eindruck davon verschaffen,

ob Sie offen und vertrauensvoll mit dem Psychotherapeuten sprechen können.

Sie sollten mit ihm auch über Themen reden können, die Ihnen vielleicht peinlich oder schmerzlich sind oder Sie ängstigen. Für eine erfolgreiche Psychotherapie ist es äußerst wichtig, dass Sie sich dem Psychotherapeuten anvertrauen können.

 

Diese ersten Therapiegespräche werden "probatorische Sitzungen" genannt. Für diese Sitzungen übernehmen die Krankenkassen ausnahmslos die Kosten. Damit der Psychotherapeut diese abrechnen kann, müssen Sie lediglich Ihre Krankenversicherungskarte mitbringen. Sie können sich direkt an einen Psychotherapeuten wenden und brauchen keine Überweisung von Ihrem Arzt.

Eine Psychotherapie wirkt nicht von heute auf morgen.

Die Dauer einer Psychotherapie kann je nach Krankheit und Schweregrad sehr unterschiedlich sein.

In der ersten Arbeitsphase geht es darum, dass Sie Ihre Erkrankung besser verstehen, dass Sie eine genauere Vorstellung davon bekommen, was in der Behandlung auf Sie zukommt, und dass Sie eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihrem Psychotherapeuten entwickeln. Der Psychotherapeut sucht zusammen mit Ihnen nach Lösungen für die drängensten Konflikte und Beschwerden.

In der mittleren Phase der Therapie, die den größten Teil der Behandlung ausmacht, geht es darum, sich mit Ihren konkreten Problemen auseinanderzusetzen und neue Wege zu finden, sie zu bewältigen. Sie probieren ungewohnte Verhaltensweisen aus und werden neue Erfahrungen machen. Sie verstehen Ihre Probleme besser und lernen, Ihre "typischen Muster" wahrzunehmen. Vielleicht trauern Sie um erlittene Verluste und Veränderungen oder es gelingt Ihnen, unterdrückte Gefühle zuzulassen, ihnen Ausdruck zu verleihen und eine Richtung zu geben.

 

Die Schwerpunkte und Inhalte der Psychotherapie werden individuell sehr verschieden sein, je nachdem was Sie erlebt haben, welche Lösungsstrategien Sie bisher entwickelt und angewandt haben, welche Fähigkeiten Sie mitbringen und welche Herangehensweise Ihnen entspricht.

Eine erfolgreiche Therapie erkennen Sie daran, dass es Ihnen mit der Zeit wirklich besser geht, die Beschwerden nachlassen und Sie sich Ihrer eigenen Kräfte wieder bewußter sind. Psychotherapeuten arbeiten mit Ihnen nicht länger als notwendig und machen sich selbst am Ende überflüssig.

Der Abschluß einer Psychotherapie bedeutet immer auch einen Abschied. Der Psychotherapeut war für Sie wahrscheinlich eine Zeit lang eine sehr wichtige Person. Es kann sein, dass Sie das Ende der therapeutischen Beziehung als einen Verlust empfinden. Es ist dann sinnvoll, dieses Thema in den letzten Therapiestunden zu besprechen und sich mit den damit verbundenen Gefühlen und früheren Erlebnissen auseinanderzusetzen.

In der letzten Phase der Behandlung geht es darum, Sie auf Ihre weitere Zukunft vorzubereiten. Die Fragen, die sich nun stellen können, sind beispielsweise:

  • Was für Ziele haben Sie bezüglich Ihrer weiteren Entwicklung?
  • Was werden Sie tun, um das bisher Erreichte zu bewahren und sich Ihren längerfristigen Zielen weiter anzunähern?
  • Was können Sie tun, wenn Ihre Beschwerden erneut auftreten oder sich verschärfen?

Eine Psychotherapie schafft selbstverständlich nicht alle Probleme aus der Welt. Das Leben wird auch nach der Therapie weiter auf und ab gehen. Daran wird auch eine Psychotherapie nichts ändern. Ein Unterschied wird Ihnen jedoch womöglich auffallen. Das Hinauf und Hinunter macht Ihnen nicht mehr so viel aus. Sie nehmen negative Veränderungen früher wahr und sind eher in der Lage, ihnen aktiv entgegen zu steuern.

Was passiert in einer Psychotherapie? München Psychotherapie Schneider

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